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7. Probe zum Musical fate & failure

Schnitzel und Schokolade – alles dabei…

„Morgen 13 Uhr Probenbeginn für alle Sprechrollen. Den Text können wir natürlich auswendig. LG Werner.“ Tja, die Hoffnung stirbt ja zuletzt, wie man in diesem Fall auch sagen kann. Der Schwerpunkt lag heute auf dem szenischen Spiel im ersten Akt.

Es ist schon beeindruckend, wenn man sieht, wie viel Arbeit dahinter steckt, wie viel Übung und Konzentration es bedarf, bis einmal etwas ansatzweise sitzt. Und der 2. Akt ist noch lange nicht in Sicht. Aber, die kleinen Erfolge und die Lacher zwischendurch treiben uns weiter voran.
Rührend war heute die Szene mit Jamina, ihrem Bruder und Carl, die unsere Hauptdarsteller als Kind spielen. „Aaaa bbbbeee ceeee deeee – eeeeeeeeee“ absichtlich schräg singen zu dürfen ist wohl in diesem Fall ne Ausnahme.
Es reicht nicht nur eine kalte, arrogante und berechnende Mutter zu spielen zu dürfen; einen erwachsenen Mann einzukleiden (in dem Fall meinen Sohn) und zu betuddeln war für mich heute auch eine neue Erfahrung. Aber nachdem Werner zweimal demonstrativ an Johann rumgezogen, gezupft und gemacht hatte, sollte das kein Problem mehr sein. Zum Leid Johanns, der ganz zerknittert und warnend in meine Richtung flüsterte: „Ich hoffe du hast jetzt gut aufgepasst – nicht dass Werner das nochmal machen muss.“
Johann wurde in dieser Szene dann von seinem Vater, bzw. Bruder ins Bett geschickt.
„Alles klar Vadder“, hat man damals sicherlich nicht zu seinem Papa gesagt… Und beim Abgehen von der Bühne Werners trockene Anmerkung: „Das war jetzt wie beim Almabtrieb.“ Also gut, alles nochmal von vorn und volle Konzentration. Immerhin lobte uns Werner dann für die Szene. „Das war jetzt eine schöne Szene – da leg ich mich nooo…“ Nach dem „Schnitzellied“ kam unsere Aline alias Elisabeth zum Einsatz. Hach, bei den Duetten werdet Ihr hinschmelzen. Johann rief nach Werner, zwecks Feedback. „Ich habs von dahinten gehört!“ Werners Kommentar: „ Da misst er eich halt oogugge, mehr kann mer da nit raushole.“ Kann man sich wenigstens aufs Singen konzentrieren.

Patrick durfte heute seinen ziemlich emotionalen Monolog zum Besten geben. Zwischendurch war dann mal „Blablablubb“ zu hören und dann gleich darauf: „Herrschaft Dunner…!“ Worauf Werner gleich grinsend und gelassen nach schob: „ Ich habe ja gesagt, wenn ihr es auswendig könnt, wär es um einiges leichter. Den Knoten in der Zunge hat unser Patrick dann beim Singen wieder wettgemacht. Ihr werdet es hören – er hat einfach eine wunderschöne Stimme. Den Knoten spürte heute auch Rüdiger, nachdem er mehrmals „Elisabeth Ethridge“ sagen durfte.

Fürs Ensemble gab es heute weitere Kleider zum Anprobieren. Während einige von uns mit Umziehen beschäftigt waren, ging es auf der Bühne nun ans Eingemachte. „Sollen wir die Bettszenen machen?“ fragte Werner. „Jap!“, kam von Johann wie aus der Pistole geschossen.  Emely durfte als Megan wechselweise Martin und Johann als Jonathan „beküssen“ und Werner gab genaue Instruktionen. Schließlich lies er sich es nicht nehmen uns zusammen mit Johann die Kuss-Szene selbst zu demonstrieren. Einfach genial.

Abschließend wurden noch die Tänze teilweise mit Kostümen geprobt. Je mehr Requisiten ins Spiel kommen, je sicherer wir uns in allem werden, umso mehr bekommt alles einen roten Faden. Um 17 Uhr waren wir mittendrin und hätten erst richtig loslegen können.  Und zur großen Freude gab es heute ein richtig schönes Lob von Werner: „Ein Lob an euch alle für euren tollen Probeneinsatz. Langsam bekommt das Ganze ja Form und Farbe. Es macht großen Spaß mit euch. Bleibt weiterhin so begeistert bei der Sache. Freu mich schon auf Donnerstag. LG Werner“.

Recht hat er – wir auch!

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