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4. Probe zum Musical fate & failure

Eins zwo schließen drehn…

und Körperspannung halten! Beine gestreckt! Brust raus! Manche wussten vorher wahrscheinlich noch nicht, dass Zählen auf vier, bzw. acht manchmal so schwer sein kann ohne am Ende einen Knoten in den Beinen zu haben.
Deshalb verbrachten wir heute die zweite Hälfte der Probenzeit mit unserer Choreografie für die Massenszenen, begleitet von dem Bellen des Schicksals-Hundes, da das Frauchen übers Parkett gescheucht wurde.
Umso mehr mussten wir uns konzentrieren und Petrus stellte natürlich wieder pünktlich die Heizung an.

Ich kann euch sagen, es ist nicht einfach, bis Bewegungen und Gesang zusammenfinden; geschweige davon synchrone Moves zu schaffen ohne dass jemand außer Reihe ist. “Horcht doch naaa was er mecht…“, so die liebevolle Aufforderung von der Regie doch auf den Takt des Schlagzeugs zu hören. Wie weit wir noch davon entfernt waren lies uns heute Werner spüren mit einer kleinen Standpauke. Er hat ja recht, denn ohne Synchronität keine Wirkung und „dann ist die ganze Szene hin“, so Werner. Mit einem gesäuselten „Dankee Werneeeer“ ging es dann wieder konzentriert an die Arbeit.

„Ihr müsst euch riechen können“ wurden wir aufgefordert eng zusammen zu stehen. Mancher Fuß wurde falsch gesetzt, manche stand einfach noch nicht richtig oder auf dem Fuß der Nachbarin. „ Wo steh ich eigentlich jetzt?“ klagte Eliane laut. „Was glaubst duuuu wo du noch überall stehen wirst“ kommentierte das Werner nur schmunzelnd. Der Probenablauf war heute ähnlich der Letzten, nur dass wir heute von der Ouvertüre an alle bisher bekannten Stücke nacheinander folgend geübt haben. Immer wieder kommt ein neues Lied der Solisten dazu. Wie beispielsweise heute Jamina und ihr Bruder Joshua „Unzertrennlich“ sangen. Auch Patrick, unser „verlorener Sohn“ begeisterte uns mit Gehrock, Zylinder und seiner voluminösen Stimme.

Wir lernten heute auch, dass oft die kleinen Szenen ganz entscheidend im Stück sind. „Der Zuschauer soll nachher begeistert sein und aber nicht genau wissen warum,“ trichterte Werner uns ein. Nach der Mittagspause folgte die Tanzeinheit, in der Johann auch richtig ins Schwitzen kam. Er tanzte uns vor und lies und immer wiederholen. „Gecheckt?“ Klaaaar… Ich bin mir sicher, viele von uns werden bis nächste Woche noch die ein oder andere Schrittfolge üben, oder nachts träumen: „Eins, zwo, schließen, drehn.“

Eure Sabine Kosmalla

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